Donnerstag, 30. Januar 2014

Magische Gegenstände zum Anfassen

Zugegeben, es wird etwas weniger spektakulär, als es der Titel vermuten lässt. Aber haben wir am Spieltisch nicht alle ab und zu etwas haptisches gern? Fatepunkte und Bennies zum Anfassen uns Austeilen, oder auch Miniaturen, gehören an vielen Tischen zum Spiel.

Als kleine Spielerei habe ich vor einigen Wochen für unsere Dragon Age-Kampagne eine Artefakt-Karte für einen magischen Gegenstand gebastelt. Da der Gegenstand eine Wirkung hatte, die nicht ganz auf der "lichten" Seite lag, sollten die Spieler die Karte herumreichen können. So wäre jederzeit klar, wer im Besitz des Gegenstands ist. Also habe ich mir den Magic Set Editor mal näher angeschaut und losgebastelt. Das Ergebnis seht ihr rechts.

Der Arbeitsaufwand ist minimal. Verschiedene Kartenlayouts kann man einfach per Mausklick auswählen. Eine kurze Googlesuche, um ein passendes Bild zu finden, und den Text eingeben. Dann muss man die Karte nur noch ausdrucken, laminieren und ausschneiden. Fertig ist das Artefakt zum Anfassen!

Dann meinte ein Mitspieler, man könnte auch die verschiedenen Zauber in dieser Form aufbereiten. Die Idee hatte ich auch schon, denn auch mit mittlerweile drei Regelbüchern am Tisch kommt es immer wieder zu Blätterei, wie genau einzelne Zauber nun funktionieren. Ursprünglich wollte ich mit Word eine Vorlage für etwa karteikartengroße Zauberkarten erstellen. Über die Magickarten-Variante hatte ich noch gar nicht nachgedacht.

Also haben wir uns gemeinsam hingesetzt und herum probiert. Wir haben den fünf Magieschulen Kartenfarben zugeteilt (Primal-Blau, Spirit-Weiß, Entropy-Schwarz, Creation-Grün, Blood-Rot) und rechts oben, wo normalerweise bei Magickarten die Manakosten stehen, stehen die Spruchkosten in Magiepunkten. Die Zauberbeschreibungen in die Textfelder zu formatieren war etwas krampfig. Bei längeren Zaubern hat die Lesbarkeit etwas gelitten, bei einem Zauber (Levitate) steht nur ein Verweis auf die passende Seite im Buch - die Zauberbeschreibung war einfach viel zu lang. Unten auf jeder Karte steht noch ein Verwis, in welchem Buch und auf welcher Seite der Zauber beschrieben wurde. Als Grafiken habe ich hauptsächlich Screenshots aus den Dragon Age-PC-Spielen benutzt. Das hat insgesamt etwas länger gedauert, immerhin gibt es in den ersten beiden Sets von Dragon Age 56 Zauber.

Der Magic Set Editor kann ein erstelltes Kartenset als Jpegs umwandeln oder eine Druckvorlage erstellen. Ich habe die Druckvorlage mit Pdf95 in eine Pdf-Datei umgewandelt, die ich im Copyshop ausdrucken lassen habe. Der Farbdruck auf 100g-Papier kann sich sehen lassen.

Für die Haltbarkeit wurden die Bögen laminiert, dann wurden die einzelnen Karten ausgeschnitten. Das habe ich zu Hause gemacht, ein billiges Laminiergerät habe ich vor einiger Zeit mal bei Kaufhof erstanden. Beste Rollenspielanschaffung überhaupt, nebenbei bemerkt. Laminierte Referenzbögen kann man ewig benutzen, ohne ständig neue ausdrucken zu müssen. Aber ich schweife ab.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich präsentiere die Dragon Age-Zauberkarten. Zwei Sets für die beiden Magier-Spieler, zwei Sets für mich als Spielleiter - so kann ich auf Cons auch mal Karten an Spieler rausgeben.

Eine handvoll fertiger Zauberkarten


Kommentare:

  1. Sehr schöne Idee... versuche ich auch mal für meine DSA-Runde :)

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  2. Feine Sache.
    Kleine Kärtchen für magische Items hab ich auch schon ausgegeben, aber das schaut natürlich noch etwas cooler aus.

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  3. Spielt Warhammer, da werden die gleich mitgeliefert die Karten :D

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